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Wie gelingt gute Zusammenarbeit im Team?

Zusammenarbeit im Team bringt viele Vorteile, Innovation, Effizienz und Effektivität und Spitzenleistungen

„Du gewinnst nie allein. An dem Tag, an dem du was anderes glaubst, fängst du an zu verlieren.“ (Mika Pauli Häkkinen, finnischer Rennfahrer)

Gerade durch die immer komplexere (Wirtschafts-)Welt, in der ein Produkt nur noch selten an einem Ort produziert wird, in der Teams nicht mehr nur an einem Ort arbeiten, sondern Remote praktisch überall auf der Welt ihre Arbeit machen können, braucht es gute Zusammenarbeit und zwar auch über die eigenen Abteilungsgrenzen hinaus.:

Hinzu kommen weitere gute Gründe für eine gute Zusammenarbeit

  • Die Innovationskraft im Team steigt, da Ideen offen untereinander geteilt und ausgetauscht werden, so dass diese sich auch weiterentwickeln können und umgesetzt werden.
  • Unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema bringen oft neue Lösungsansätze mit sich und gleichzeitig können Risiken früher erkannt und damit auch vermieden werden
  • Die Qualität der Arbeit steigt, da alle voneinander lernen können und jeder nach seinen Stärken eingesetzt wird und so jeder seine eigene Expertise einbringt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Ja zu schön, um wahr zu sein, ich weiß, aber es gibt diese Mannschaften, und zwar öfter als wir denken. Diese Teams haben i.d.R. aber auch Führungskräfte, die vieles Tun, damit das möglich wird. Deshalb:

Jede Führungskraft ist nur so gut, wie die Mitarbeitenden, die hinter ihr steht.

Teamentwicklung ist eine Hauptaufgabe für die Führungskraft, denn nur wenn die Zusammenarbeit im Team gut funktioniert und der Austausch untereinander stimmt, kann das Team auch Spitzenleistung erbringen und damit Erfolge.

Dabei geht es nicht originär darum Teamregeln und -normen zu definieren, sondern es geht um Teamspirit, eine Teamkultur, die sich entwickelt und um Teamstrukturen, um Unterschiedlichkeiten und Diversity, die es in jedem Team geben darf und auch positiv genutzt werden kann.

Zum Gelingen eines funktionierenden Teams kann und sollte jeder einzelne dazu beitragen.

Was können nun aber Führungskräfte tun, um die Zusammenarbeit im Team zu stärken.

Psychologische Sicherheit schaffen

Was ist Psychologische Sicherheit?

Dieser Begriff wurde geprägt durch die Forscherin Amy Edmondson von der Harvard Business School.

Unter psychologischer Sicherheit wird verstanden, dass die Teammitglieder ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge offen im Team äußern können und auch gemeinsame Risiken eingehen können, ohne das Risiko einzugehen von der Gruppe bestraft zu werden (auslachen, beschimpfen, Nichtachtung…).

Je mehr also jeder in einer Gruppe die Möglichkeit hat, offen seine Gedanken mitzuteilen, umso besser wird die Zusammenarbeit.

Was kann die Führungskraft tun, um psychologische Sicherheit im Team aufzubauen?

  • Ein hohes Vertrauen innerhalb der Gruppe gegenüber jedem Teammitglied
  • Respektvoller Umgang untereinander
  • eine hohe Konfliktlösungsfähigkeit bei jedem einzelnen Mitglied
  • eine offene und transparente Kommunikationskultur
  • einen konstruktiven Umgang mit Fehlern.

Nur wenn das alle kontinuierlich im Alltag Unterschiede zulassen kann, kann Vertrauen entstehen, dass jeder so sein darf, wie er ist.

Die Führungskraft kann dies gezielt steuern, indem sie zum einen selbst vorlebt, dass sie sich an das hält, was sie gesagt hat.

Sollten neue Umstände und Informationen sie zu einer anderen Entscheidung bringen, dann ist es ein Gebot der Transparent, dies klar zu formulieren, wieso Entscheidungen revidiert werden oder eine Verhaltensänderung von der Führungskraft zu erwarten ist.

Respektvoller Umgang miteinander sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Doch was respektvoll ist oder nicht, das ist oft sehr subjektiv definiert.

Ein einfaches Beispiel aus der Praxis:

Die einen finden es als ein Zeichen der Gleichberechtigung und der Kommunikation auf Augenhöhe, wenn man sich Duzt. Andere finden es respektlos gegenüber Alter und/oder Position im Unternehmen.

Eine einfache Alltagssituation, aber sehr unterschiedliche Interpretationen dazu.

Deshalb ist es wichtig, gerade, wenn ein Team sich zusammenfindet, dass die Führungskraft auch Zeit einräumt, dass das Team über grundlegende Werte redet: welche Werte sollen gelebt werden und wie findet sich das im Alltag wieder?

Erst wenn alle das Gleiche unter dem Begriff verstehen und ein Konsens darüber gefunden wurde, was im Team gewünscht ist, kann man auch sagen, ist ein Du respektlos oder nicht.

Damit jeder offen seine Meinung sagen darf, braucht es eine hohe Konfliktlösungskompetenz im Team.

Dies kann man sowohl in Seminaren schulen, indem hilfreiche Gesprächstechniken geübt werden, aber auch ein entsprechendes Mindset im Team entsteht, das Konflikte eher als Lösungsmöglichkeiten sieht, um Missstände aufzuheben.

Die Führungskraft kann dieses unterstützten, indem sie als Moderator bei größeren Konflikten im Team agiert.

Zuletzt möchte ich noch auf die Fehlerkultur eingehen. Fehler werden gemacht. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein*e Mitarbeiter*in sich über einen Fehler gefreut hat. Und das braucht es auch nicht.

Was es aber braucht, ist eine gewisse Unaufgeregtheit bei Fehlern, und mehr Ursachenforschung als die Suche nach dem oder der Schuldigen. Ursachen können behoben werden und in der Zukunft das Risiko minimiert werden.

Doch was machen wir mit Schuldigen? Ein*e Mitarbeiter*in der/die ihren Fehler erkannt hat und der es leidtut, der glaube ich durchaus, dass sie/er den Fehler in Zukunft vermeiden möchte, denn ewr alle versuchen unangenehme Gefühle zu vermeiden.

Selbstverständlich heißt das nicht, dass niemand für schwerwiegende Fehler die Verantwortung nicht übernehmen muss.

Doch was heißt das? Nicht immer gleich disziplinarische Maßnahmen den Übeltäter spüren lassen. Den Fehler wieder ausmerzen, selbst dazu stehen, dem Team berichten und eigene Lösungsvorschläge erarbeiten kann mehr Lerneffekt haben als die Drohung, wir wollen nicht mehr mit dir zusammenarbeiten, wenn das nochmal passiert (was ja genau eine psychologischen Unsicherheit aufbaut).

Wenn alle zusammehalten, dann fühlt sich keiner Ausgeschlossen
Psychologische Sicherheit führt dazu, dass ein hohes Vertrauen im Team vorhanden ist und jeder seine Meinung offen aussprechen kann

Weitere Faktoren für eine gute Zusammenarbeit im Team

Immer wieder frage ich Führungskräfte in meinen Seminaren, was sie unternehmen, um das Team weiterzuentwickeln, dann fallen ihnen oft zuerst gemeinsame Aktivitäten außerhalb des normalen Arbeitsumfelds ein wie Weihnachtsfeiern, abends mal zusammen Essen gehen oder gemeinsam Sport machen.

Diese Aktivitäten sind nicht klein zu reden, sie unterstützen die Teamentwicklung im Alltag, da sich alle außerhalb der Hierarchien und Normen des Arbeitsalltags kennen lernen. Das ist sehr wichtig für ein gemeinsames Zusammensein.

Doch es gibt weit mehr, was zu einer guten Zusammenarbeit führt. Paul Watzlawick hat zwei wichtige Dimensionen einer Teamkultur aufgezeigt. Nur wenn in einem Team die Sachorientierung und die Beziehungsorientierung hoch sind, wird das Team zu einem Spitzenteam.

Hier eine Auswahl an Steuerungsinstrumenten

7 Tipps zur Steuerung von Sachorientierung in Teams:

  • Visionen und gemeinsame Ziele: Sorgt für Sinnhaftigkeit im Tun und eine klare Ausrichtung im Team
  • Klare Rollenverteilung: Sorgt für klare Verantwortlichkeiten und jeder weiß, wen er zu welchem Thema ansprechen kann
  • Klare Strukturen und Aufgabenverteilungen: Führt zu einer gerechteren Aufgabenverteilung und Transparenz, wer was bis wann macht.
  • Klare und effiziente Entscheidungskompetenz: Sobald klar ist, wer worüber entscheidet, können zwar alle offen Ihre Meinung sagen, aber am Ende entscheidet derjenige, den oder die es betrifft/betreffen.
  • Klare Kommunikationswege/-strukturen: Führen dazu, dass Informationen in ausreichendem Maße vorhanden sind und auch an die Personen herangetragen werden, die es wirklich betrifft.
  • Mitarbeiterförderung/Kompetenzsteigerung: Führen dazu, dass Mitarbeiter erkennen, dass sie Einfluss auf das Wirken im Team und am Ergebnis haben. Gleichzeitig ist das auch auf der Bezieungsebene eine wichtige Form der Wertschätzung.

5 Tipps für mehr Beziehungsorientierung in Teams:

  • Motivation, Engagement, Zufriedenheit und sich wohl fühlen: Führen dazu, dass alle engagiert an der Umsetzung der gemeinsamen Vision/des Ziels arbeiten
  • Gemeinsame Wertvorstellung: Führen zu einem Wir-Gefühl und klaren Handlungsorientierung und zu einemhohen Grad an Identifikation aller
  • Zuverlässigkeit: Führt dazu, dass Vertrauen entsteht und Misstrauen keinen Platz im Team hat.
  • Gegenseitige Unterstützung: Führt dazu, dass Stärken und Schwächen von allen genutzt werden und Vertrauen untereinander entsteht.
  • Sympathie: Führt dazu, dass eine persönliche Verbindung die geschäftliche Bindung noch verstärkt.

 

Zugespitzt:

Gute Zusammenarbeitim Team ist das Resultat aus einem bunten Blumenstrauß von Maßnahmen und Interaktionen. Dabei ist nicht immer nur Harmonie gefragt. Gerade in der konstruktiven Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Perspektiven und dem Zulassen von anders sein entstehen Lösungen und neue Ideen. Diese sind von der Führungskraft, aber auch von den Mitarbeitern zu fördern und zu leben. Dann gelingt gutes Zusammenarbeiten in einem Team, in dem sich alle wohlfühlen.

 

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