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Schlagwort: Führen mit und im System

Eigenverantwortung zeigt sich, wenn die RFührungskraft nicht hinsieht.

Was machen Mitarbeitende, wenn die Führungskraft nicht hinsieht?

Wieviel Einfluss hat eine Führungskraft auf die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden

Eine der ersten Lektionen, die ich als Führungskraft lernte: Ich kann nicht immer überall gleichzeitig sein. Und je weiter ich in der Hierarchie aufstieg, desto weniger konnte ich sehen, was jeder einzelne Mitarbeitende gerade tat.

Wenn ich eine neue Position übernahm, musste ich deshalb ein Führungssystem aufbauen. Eines, das Orientierung gab und Entscheidungen auch dann möglich machte, wenn ich nicht da war. Damit bin ich seit meinem 18. Lebensjahr gut gefahren.

Vielleicht denken Sie jetzt an Schichtarbeit, verschiedene Standorte oder Remote-Arbeit. Dort fällt besonders schnell auf, dass Führungskräfte nicht alles mitbekommen. Das Thema betrifft aber jedes Team. Nur das Ausmaß ist unterschiedlich.

Denn irgendwann stellt sich fast jede Führungskraft die Frage:

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Führung wirksam gestalten. Gute Führung wird nur dann wirksam, wenn Persönlichkeit, Führungsverständnis, Führungskultur und Führungsarchitektur zusammen passen

Wie kann Führung wirksam werden? 6 Schritte zu Ihrem Führungsmodell

Führung ist nicht nur durch die Führungspersönlichkeit wirksam

Die beste Führungskraft kann dennoch schlechte Ergebnisse liefern, wenn sie in einem System arbeitet, dass keine gute Führung zulässt.

Gerade in Seminaren und Coachings in Krankenhäusern höre ich immer wieder von Führungskräften, dass Mitarbeitende aus anderen Abteilungen in ihren Bereich wechseln wollten.

Gleichzeitig saßen Mitarbeitend  in Coachings oder Seminaren vor mir und fragten:

„Wie komme ich aus meiner Abteilung heraus und in einen anderen Bereich?“

Der ausschlaggebende Grund war nicht immer das Fachgebiet. Häufig war es die Führung selbst.

Auszubildende, Studierende, interne Mitarbeitende oder Bewerber bevorzugten bestimmte Arbeitsbereiche, weil sie gehört oder selbst erlebt hatten, dass dort anders geführt wurde. Verlässlicher. Klarer. Zugewandter. Mit mehr Vertrauen und weniger Willkür.

Formal arbeiteten diese Menschen im selben Krankenhaus. Im Alltag begegneten ihnen jedoch völlig unterschiedliche Führungsrealitäten.

Das ist kein reines Krankenhausphänomen. Auch in anderen Organisationen hängt die erlebte Arbeitskultur häufig stark davon ab, in welcher Abteilung man landet und welcher Führungskraft man zugeordnet ist.

Mitarbeitende erleben nicht das Führungsverständnis, das auf der Website oder in einer Broschüre steht.

Sie erleben, wie ihre konkrete Führungskraft mit ihnen umgeht, wie sie Entscheidungen trifft, wie sie auf Fehler reagiert und ob ihre Aussagen verlässlich sind.

Unterschiede zwischen Führungskräften wird es immer geben. Menschen führen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Erfahrungen und Stärken.

Das ist sogar gewünscht, denn nur so kann Diversität ihre Wirkung entfalten.

Problematisch wird es jedoch, wenn nicht nur der persönliche Stil variiert, sondern die grundlegenden Vorstellungen davon, was Führung eigentlich bedeutet.

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